JAV-Wahlen 2026: Vom Energie-Scout zum JAV
Im Herbst werden bundesweit die Jugend- und Auszubildenden-Vertretungen (JAV) gewählt. Warum sich Engagement lohnt, erzählt Jannes Greupner von KSM Castings.
Jedes Jahr bietet die Industrie- und Handelskammer (IHK) das Projekt »Energie-Scouts« an. Auszubildende erhalten dabei die Möglichkeit, ihr Fachwissen zu vertiefen, ihre sozialen Kompetenzen auszubauen und gleichzeitig konkrete Beiträge zum Klimaschutz und zur Senkung der Energiekosten in ihren Betrieben zu leisten. Zum Abschluss des Projekts bewertet eine Jury die eingereichten Arbeiten, die anschließend im Rahmen einer Feierstunde präsentiert werden. Für Aufmerksamkeit sorgte dabei Jannes Greupner von KSM Castings in Hildesheim. In seinem Projekt »4-DK-Kühlsystem« entwickelte der angehende Industriemechaniker ein Konzept, wie sich die Energiekosten bei der Kühlung von Kokillen im Gussverfahren reduzieren lassen.
Doch Jannes engagiert sich nicht nur für technische Verbesserungen. Der vielseitig interessierte Auszubildende ist seit diesem Jahr als Nachrücker Mitglied der Jugend- und Auszubildendenvertretung (JAV) bei KSM Castings. Jannes hat bereits eine Ausbildung zum Tischler abgeschlossen und absolviert nun eine zweite Ausbildung zum Industriemechaniker. Mit der IG Metall kam er erstmals während seiner Ausbildung bei KSM in Berührung. Weil dort nahezu alle Auszubildenden organisiert sind, informierte er sich über die Gewerkschaft – und engagierte sich nun im Ortsjugendausschuss. »Ich finde, wenn man etwas verändern will, sollte man nicht nur reden, «sondern machen“, sagt Jannes.
Soziales Engagement spielt für Jannes ebenfalls eine große Rolle. Er ist Mitglied der Freiwilligen Feuerwehr und bedauert, dass sich immer weniger Menschen ehrenamtlich engagieren. Im Herbst wird bei KSM Castings eine neue Jugend- und Auszubildendenvertretung gewählt. Schon jetzt werden Kandidatinnen und Kandidaten gesucht.
Nach 25 Jahren beginnt ein neuer Lebensabschnitt
Die Erste Bevollmächtigte der IG Metall Alfeld-Hameln-Hildesheim, Karoline Kleinschmidt, ist zum 30. Juni 2026 zurückgetreten. Nach mehr als 25 Jahren hauptamtlicher Gewerkschaftsarbeit beendet sie ihre Tätigkeit aus persönlichen Gründen.
Seit 2020 leitete sie die Geschäftsstelle Alfeld-Hameln-Hildesheim und prägte die tarif- und strukturpolitischen Auseinandersetzungen der Region. Besonders der Kampf um den Bosch-Standort verlangte ihr in den vergangenen sechs Jahren viel ab.
Kleinschmidt begann ihren Berufsweg als Energiegerätelektronikerin bei Flohr Otis in Berlin – als eine von nur drei Frauen unter rund 1000 Beschäftigten in der Ausbildung. Früh engagierte sie sich in der Jugend- und Auszubildendenvertretung, qualifizierte sich zur Ausbilderin und studierte später Sozialwissenschaften in Hamburg.
Es folgten berufliche Stationen bei der Stiftung Berufliche Bildung, der Stadt Norderstedt und dort auch als Personalrätin, als Gewerkschaftssekretärin in Berlin sowie in der Bezirksleitung Niedersachsen und Sachsen-Anhalt der IG Metall. Die Diplom-Sozialwirtin war zudem in Aufsichtsräten und als ehrenamtliche Arbeitsrichterin tätig.
»Für mich ist es Zeit, den Weg für Neues freizumachen. Uns steht eine harte und bewegende Zeit bevor, die mit voller Power gestaltet werden muss. Ich freue mich über die vielen Jahre in der IG Metall und sage allen Danke, die meine Arbeit begleitet und tatkräftig unterstützt haben«, sagt Kleinschmidt.
Herzlichen Glückwunsch zum Ausbildungsstart!
Die IG Metall Alfeld-Hameln-Hildesheim begrüßt alle neuen Auszubildenden und dual Studierenden in den Betrieben, die in diesen Tagen ihre Ausbildung oder ihr duales Studium beginnen. Wenn ihr Fragen oder Sorgen in der Ausbildung habt, meldet Euch bei dem Kollegen Florian Gierke (florian.gierke@igmetall.de oder Mobil: 0151 14316248). Wir haben auch tolle Angebote für Euch, um Leute kennenzulernen und sich gemeinsam zu engagieren.