Magazin Metall Weckruf für die Arbeitgeber

Beim bundesweiten Aktionstag »Automobil« am 21. September demonstrierten bundesweit rund 175 000 Beschäftigte von Automobilherstellern und Zulieferbetrieben für sichere Arbeitsplätze, zukunftsfähige Standorte und eine starke industrielle Basis.

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1. Oktober 2026 1. Oktober 2026 |
Aktualisiert am 1. Oktober 2026 1. Oktober 2026


So auch im Bereich der IG Metall Alfeld-Hameln-Hildesheim: Bei Bosch und KSM Castings in Hildesheim sowie bei ZF CV Systems in Gronau haben Beschäftigte vor den Werkstoren unter dem Motto »Zukunft statt Kahlschlag - Zusammenhalt ist unsere Stärke« ein Zeichen für die Zukunft der deutschen Industrie gesetzt.

Im Mittelpunkt des Aktionstags standen die Zukunft der Automobilindustrie, die Sicherung von Arbeitsplätzen und die Wettbewerbsfähigkeit deutscher Industriestandorte.

Im Zusammenhang mit den aktuellen Entwicklungen warnt auch Bianka Möller, Zweite Bevollmächtigte der IG Metall Alfeld-Hameln-Hildesheim, vor den weitreichenden Folgen des Arbeitsplatzabbaus für die industrielle Entwicklung in Deutschland: »Denn diese Krise geht weit über die Automobilbranche hinaus. Wenn industrielle Wertschöpfung verloren geht, geht auch Kaufkraft verloren.« Dies wirke sich auch auf Handel, Gastronomie und Handwerk sowie letztlich auf die Kommunen und deren Infrastruktur aus.

Die IG Metall kritisiert insbesondere weitere Sparprogramme, Standortschließungen und Produktionsverlagerungen als Antwort auf die wirtschaftlichen Herausforderungen.

Wettbewerbsfähigkeit könne aus ihrer Sicht nicht allein durch Kostensenkungen und Sparprogrammen erreicht werden. Stattdessen seien Investitionen, Innovationen und die Qualifizierung  der Beschäftigten notwendig. Dafür müsse die Politik die Rahmenbedingungen schaffen statt mit sogenannten Reformen den Sozialstaat abzubauen.

Möller sieht Handlungsdruck in diesem Herbst: »Wir werden mit unserer Solidarität für einen fairen Wandel und gute Arbeitsbedingungen kämpfen.«