Überraschend erklärte die erste Bevollmächtigte Karoline Kleinschmidt in der vergangenen Woche ihren Rücktritt aus persönlichen Gründen mit Wirkung ab dem 1. Juli 2026. Karoline Kleinschmidt ist seit 25 Jahren hauptamtlich für die IG Metall in verschiedenen Positionen tätig, bis 2020 in der IG Metall Bezirksleitung Niedersachsen und Sachsen-Anhalt. Die Leitung der Geschäftsstelle Alfeld-Hameln-Hildesheim hatte sie ab dem 1. Juli 2020 zunächst kommissarisch übernommen. Mitte Juli 2020 wählten die Mitglieder der Delegiertenversammlung Karoline Kleinschmidt zu ihrer ersten Bevollmächtigten.
„Wir danken Karoline Kleinschmidt für ihr großartiges Engagement zum Wohle der Arbeitnehmenden in der Region“, so Bianka Möller, die zweite Bevollmächtigte der hiesigen IG Metall. „In den sechs Jahren als 1. Bevollmächtigte hat sie zum Beispiel gemeinsam mit den Betriebsräten und Vertrauensleuten der SEG in Hildesheim bei der Teilbetriebsschließung sowie der späteren Betriebsschließung für die Beschäftigten viel erreicht, Betriebe aus dem Lenze-Konzern in Hameln zum Beispiel bhn und die heutige Lenze SE in die Tarifbindung geführt sowie letztes Jahr gemeinsam mit den Betriebsräten und Vertrauensleuten der IG Metall den Abwehrkampf zum Erhalt des Bosch-Werkes in Hildesheim maßgeblich gestaltet und an dem Ergebnis der Tariflichen Schlichtungsstelle mitgewirkt.“ Ihr Schwerpunkt lag immer im Kampf um gute Arbeitsbedingungen für alle Mitglieder der IG Metall. Dafür arbeitete sie auch in zahlreichen Netzwerken in der Region mit.
„Es ist unsere Stärke, Herausforderungen anzunehmen und erfolgreich mit ihnen umzugehen!“, blickt Karoline Kleinschmidt auf mehr als 25 Jahre gewerkschaftliches Engagement zurück. „Das Ringen um den Erhalt der Arbeitsplätze, der Gestaltung der Transformation, der Erhalt guter Arbeitsbedingungen mit guten Tarifverträgen sowie der Abwehrkampf gegen heftige politische Einschnitte im Gesundheitswesen, der Rente und allen tariflichen Erfolgen ist zurzeit die Hauptaufgabe der Gewerkschaften. Ich wünsche meinen Nachfolgerinnen und Nachfolgern dafür mit dem Motto unserer Vertrauensleute „machen ist wie wollen – nur krasser“ sehr viel Kraft und Erfolg.“
Die Wahl einer Nachfolgerin oder eines Nachfolgers ist aus organisatorischen Gründen im November 2026 geplant. Für die nächsten Monate wird Bianka Möller, die zweite Bevollmächtigte, die Geschäfte der hiesigen IG Metall führen. Zudem wird demnächst eine kommissarische Besetzung als Bevollmächtigter oder Bevollmächtigte bis zur Wahl durch den Vorstand der IG Metall benannt.