Tag der Arbeit 2026 Unter dem Motto „Erst unsere Jobs, dann eure Profite“ gehen wir am 1. Mai 2026 auf die Straße!

Arbeitsplätze geraten unter Druck, Standorte werden verlagert, soziale Sicherheit wird infrage gestellt. Gleichzeitig sollen wir länger arbeiten, mehr leisten und mit weniger auskommen. Das machen wir nicht mit! Es gibt zahlreiche Gründe, sich in eigener Sache zu engagieren!

Maifeiertag "unser Tag", Logo


Erst unsere Jobs, dann eure Profite – sichere Arbeit und gute Perspektiven!
Die wirtschaftliche Lage ist angespannt. Viele Kolleginnen und Kollegen haben Angst um ihre Zukunft und die ihrer Familien. Doch die Beschäftigten sind nicht verantwortlich für Krisen, Fehlentscheidungen oder unterlassene Investitionen. Sie sind es, die jeden Tag arbeiten – und damit den Laden am Laufen halten.

Arbeitgeber müssen endlich Verantwortung übernehmen: In die Zukunft investieren, Arbeitsplätze sichern und sich zum Standort bekennen. Unsere Arbeit schafft den Wohlstand – also müssen unsere Jobs an erster Stelle stehen.

Erst unsere Gesundheit, dann eure Profite – Hände weg vom 8-Stunden-Tag!
Der Angriff auf den 8-Stunden-Tag ist ein Angriff auf unsere Gesundheit. Unter dem Schlagwort „Flexibilisierung“ drohen längere Arbeitstage, mehr Druck und weniger Planbarkeit.

Wir sagen klar: Wir arbeiten genug! Der 8-Stunden-Tag schützt unsere Gesundheit, unsere Familien und unsere Freizeit. Er war auf den Maikundgebungen seit 1890 die wichtigste und bedeutsamste Forderung auf den Maifeiern. Die zentrale Errungenschaft der Arbeiterbewegung war 1918 durchgesetzt worden – und ist nicht verhandelbar. Wenn das Arbeitszeitgesetz fällt, bestimmt der Chef über unsere Zeit. Den Rollback ins 19. Jahrhundert lassen wir nicht zu.

Erst unsere Sicherheit, dann eure Profite – für eine starke Rente und gute Versorgung für alle!
Der Sozialstaat ist kein Kostenfaktor, den man beliebig kürzen kann – er ist die Grundlage für Zusammenhalt und Stabilität. Wer heute behauptet, er sei „zu teuer“, lenkt von den eigentlichen Problemen ab: einer ungerechten Vermögensverteilung und einer unzureichenden Finanzierung.

Die Rente gehört uns – denjenigen, die in sie einzahlen. Wer ein Leben lang arbeitet, muss im Alter sicher leben können. Und wir brauchen ein Gesundheitssystem, das sich an dem orientiert, was die Menschen benötigen – nicht an den Renditeerwartungen von Investoren. Wir fordern eine Gesundheitsversorgung für alle – unabhängig vom Geldbeutel.

Erst unser bezahlbares Leben, dann eure Profite – Schluss mit der Abzocke!
Die Lebenshaltungskosten steigen, besonders beim Wohnen und bei Energie. Auch Nahrungsmittel werden immer teuer. Immer mehr Menschen geraten unter Druck, obwohl sie arbeiten. Das zeigt: Der Markt regelt es eben nicht! Der Mensch im Fokus des politischen Handelns: Wir brauchen eine Politik, die eingreift, reguliert und für spürbare Entlastung sorgt. Denn gute Arbeit muss ein gutes Leben ermöglichen – und zwar auch bei Wohnen, Energie und im Supermarkt.

Also - Heraus zum 1. Mai!
Der 1. Mai ist ein Tag des Zusammenhalts, der Solidarität, des Widerstands und des Einsatzes für den Frieden. Die Maifeier ist der ideale Ort, um gemeinsam für unsere Rechte, für unsere Würde und für eine gerechte Gesellschaft einzustehen. Lasst uns laut sein gegen Angriffe auf Arbeitnehmerrechte, gegen Sozialabbau und gegen eine Politik, die die Interessen der Beschäftigten und ihrer Familien hintenanstellt.

Gehen wir gemeinsam auf die Straße – für sichere Arbeitsplätze, gute Arbeitsbedingungen und eine starke Demokratie.
Erst unsere Jobs, dann eure Profite!


Maifeiern in der Region

Alfeld
Ort: Marktplatz
Hauptrednerin: Ute Gottschaar, stellvertretende Landesleiterin ver.di Landesbezirk Niedersachsen-Bremen
Beginn: 11:00 Uhr

Hameln
Ort: Bürgergarten
Hauptredner: Jan Orbach, Geschäftsführer, ver.di Bezirk Hannover-Heide-Weser
Beginn: 11:00 Uhr

Hildesheim
Ort: Demonstration, Start am Hauptbahnhof; Kundgebung auf dem Marktplatz
Hauptrednerin: Petra Adolph, stellvertretende Landesbezirksleiterin Nord, IG BCE
Beginn: Demonstration 10:00 Uhr, Kundgebung: 11:45 Uhr

Holzminden
Ort: Marktplatz
Hauptrednerin: Nadine Telemann, stellvertretende Geschäftsführerin, ver.di Bezirk Hannover-Heide-Weser
Beginn: 11:00 Uhr

Sarstedt
Ort: Bürgermeister-Meckeler-Platz
Hauptredner: Ergün Cankur, Betriebsratsvorsitzender Funke Wärmeaustauscher, Gronau (Leine)
Beginn: 12:00 Uhr

Maifeiern in der Region

Maifeier in Alfeld

Maifeier in Hameln

Maifeier in Hildesheim

Maifeier in Holzminden

Maifeier in Sarstedt

Maiaufruf des Deutschen Gewerkschaftsbundes

Maifeiertag 2026 - Spendenaufruf

Kurzinfo zum Tag der Arbeit

Am 1. Mai wird in Deutschland der "Tag der Arbeit" im Rahmen von Maifeiern des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB) begangen. Erstmals war der Maifeiertag in der Weimarer Republik ab 1919 ein gesetzlich verankerter Feiertag.

Im Jahr 1890 als "Kampftag der Arbeiterbewegung" begründet, wird am 1. Mai bis heute international Protest zu gesellschaftspolitischen Entwicklungen zum Ausdruck gebracht. Ursprünglich war der Maifeiertag in Deutschland auch eine Reaktion auf das Blutbad am Chicagoer Haymarket Square am 1. Mai 1886 - dem movingday - während eines mehrtägigen Streiks. Das Ziel des Streiks war die gesetzliche Einführung des Achtstundentages in den USA.

Die rote Nelke etablierte sich als Symbol für den Maifeiertag während des Deutschen Kaiserreichs, als die Maifeiern von der Obrigkeit hart bekämpft wurden und unter anderem Fahnen auf den Maifeiern verboten waren. Von 1933 bis 1945 missbrauchten die Nazis den Maifeiertag in ihrem Sinne.

Die erste und bedeutsamste Forderung der Arbeitnehmenden auf den Maifeiern war die Forderung nach der Einführung des gesetzlichen Achtstundentages. Dieses Ziel wurde in Deutschland mit der gesetzlichen Einführung des Achtstundentags im November 1918 erreicht.

Die Forderungen auf den Maifeiern spiegeln oftmals die aktuellen gesellschaftlichen Konflikte wider. Nach der Befreiung Deutschland wurden zum Beispiel die Wiederaufrüstung abgelehnt und stattdessen für Frieden und Völkerverständigung sowie für soziale Gerechtigkeit protestiert. In Deutschland stehen derzeit Themen rund um die Arbeitswelt, des Sozialstaates und das Engagement für Demokratie und Frieden im Fokus.