Tag der Arbeit 2026 Maikundgebungen in der Region

„Erst unsere Jobs, dann eure Profite!“

Demonstration anlässlich der Maifeier in Hildesheim.


Auf den Maifeiern in der Region setzten die Teilnehmer*innen deutliche Zeichen gegen den grassierenden Job-Kahlschlag und gegen die Angriffe auf den Sozialstaat. Die Arbeitgeber wurden aufgefordert, endlich auch gesellschaftspolitische Verantwortung zu übernehmen und den Kahlschlag bei den Arbeitsplätzen zu stoppen!

Unter dem Motto „Erst unsere Jobs, dann eure Profite“ hat die IG Metall Alfeld-Hameln-Hildesheim gemeinsam mit den anderen Gewerkschaften am Tag der Arbeit ein klares Signal für sichere Arbeitsplätze, gute Arbeitsbedingungen und soziale Sicherheit gesetzt. Jeweils mehrere hundert Beschäftigte demonstrierten am 1. Mai in Hameln, Hildesheim, Alfeld, Holzminden und Sarstedt gegen Jobabbau, steigende Lebenshaltungskosten und neue Angriffe auf die Arbeitnehmerrechte und den Sozialstaat.

 „Deutschland steckt seit vielen Monaten in einer schweren wirtschaftlichen Krise. Die Krise ist zum Teil hausgemacht durch den mangelnden Gestaltungswillen der Bundesregierung und dem Festhalten eines Teils der Unternehmen an alten Zöpfen“, sagte Karoline Kleinschmidt, 1. Bevollmächtigte der IG Metall Alfeld-Hameln-Hildesheim. „Deshalb gehen seit Monaten bundesweit zehntausende Industriearbeitsplätze verloren, Standorte werden geschlossen oder verlagert. Das geht auch an unserer Region nicht vorbei. Viele unserer Kolleginnen und Kollegen haben berechtigte Angst um ihre Zukunft.“

 Die Redner*innen auf den Maikundgebungen stellten klar: Die Beschäftigten tragen nicht die Verantwortung für die Krise! Vielmehr würden sie hart arbeiten. Sie halten die Betriebe am Laufen und sichern den Wohlstand dieses Landes. „Wer jetzt so tut, als wären längere Arbeitszeiten, Sozialabbau oder Lohndruck die Lösung, verschärft die Krise!“ bringt Karoline Kleinschmidt mit Blick auf angekündigte Einschnitte und die laufende Reformdebatte die innenpolitische Lage auf den Punkt. „So wird das Vertrauen in unsere demokratische Gesellschaft geschwächt.“

 Von den Unternehmen fordert die IG Metall mehr Verantwortung. Wenn unter kurzfristigem Renditedruck Investitionen verschoben, Standorte infrage gestellt und Arbeitsplätze abgebaut werden, schade dies dem Wirtschaftsstandort Deutschland. „So wird der Wohlstand zerstört – auch hier bei uns “, warnte Karoline Kleinschmidt. „Erst unsere Jobs ist mehr als ein bloßes Motto – es ist ein Handlungsauftrag an die Unternehmen und an die Politik!“