Viele Betriebsrats-Gremien stehen vor gravierenden wirtschaftlichen Umwälzungen im Betrieb und einem starken Generationenwechsel der Mandatsträger*innen. Die Relevanz der Wahl 2026 könnte wohl kaum wichtiger sein. Erst durch diese Wahl kommt das Betriebsverfassungsgesetz im Betrieb zum Tragen, – weg von der Monarchie und hin zu einer Demokratisierung. Die Belegschaft darf durch den Betriebsrat in vielerlei Hinsicht mitbestimmen und das macht einen erheblichen Unterschied bei den Arbeitsbedingungen.
Gut funktionieren tut das aber nur mit Betriebsräten, die über die Einhaltung von Tarif und Gesetz wachen und dem Arbeitgeber Haltelinien aufzeigen. Dieser wird aus konträrem Interesse heraus stets die Grenzen des Machbaren ausloten. Das erscheint unangenehm, gehört aber zum Geschäft.
Glücklicherweise stehen uns verschiedene Instrumente für eine Einigung zur Verfügung. Der Gesetzgeber sieht ein Austarieren verschiedener Interessen in den Betrieben explizit vor, er greift ganz bewusst nicht in die Betriebspolitik ein. Das überlässt er im Wesentlichen den Arbeitgebern, den Betriebsräten und der Gewerkschaft.
Für Betriebsräte ist eine entsprechende Bildung und ein politischer Kompass folglich unerlässlich, um eine gute Interessenvertretung zu realisieren. Nur die IG Metall vereint diese zwei Säulen unter einem Dach. Eine enge Partnerschaft zwischen Betriebsrat und Gewerkschaft erscheint infolge logisch.
Quelle: Mark Bienkowski, veröffentlicht im Januar 2026.
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