Bereits im September 2025 hatte der Arbeitgeber hat den Mitarbeitenden, den Bereich des Geschäftsbereichs MA in Hildesheim bis Ende 2026 aufgeben zu wollen. In dem Bereich finden die Reparaturen und Aktivitäten im Bereich Remanufacturing statt.
Damit werden etwa 60 der rund 100 Mitarbeitenden ihre Aufgaben verlieren. Der Arbeitgeber begründet diese Entscheidung damit, dass er aus Kostengründen das Remanufacturing-Geschäft nach Braga (Portugal) verlagern will und das Reparaturgeschäft ganz aufgibt. Am Standort Hildesheim verbleibt lediglich ein kleiner Teil des Geschäftsbereichs MA, der sich zukünftig nur noch um „Globale Funktionen“ kümmert. Freiwerdende Stellen sollen nicht wieder neu besetzt werden.
Die Gespräche mit der Arbeitnehmervertretung laufen bereits seit Oktober 2025. Die Mitarbeitenden in dem Bereich äußern deutliche Kritik an dieser Entscheidung und fordern Alternativen.
Schon am 9. Dezember 2025 war eine 14-köpfige Delegation aus Hildesheim zum Hauptsitz des Geschäftsbereichs MA nach Karlsruhe gereist, um am Rande einer dort stattfindenden Wirtschaftsausschusssitzung das Gespräch mit dem Bereichsvorstand zu suchen.
Zum Bedauern der verhandelnden Arbeitnehmervertreter hat sich der Arbeitgeber in den darauf stattfindenden Verhandlungen hinsichtlich des wesentlichen Punktes, nämlich des Zeitpunktes der Verlagerung nicht kompromissbereit gezeigt. Dieser Aspekt ist die zentrale Streitfrage der Verhandlungen.
Infolgedessen brachten die Mitarbeitenden des Geschäftsbereichs MA gemeinsam mit der IG-Metall Alfeld-Hameln-Hildesheim ihren Unmut am Rande der Verhandlungen am 20. Januar 2026 zum Ausdruck. Insgesamt versammelten sich rund 120 Mitarbeitende auf dem Parkplatz hinter dem Bosch-Hochhaus. Bei dieser kleinen Kundgebung nahmen Mitarbeitende aus dem Geschäftsbereich MA und auch Mitarbeitende aus den anderen Geschäftsbereichen des Entwicklungszentrums und vom Bosch Werk (HiP) solidarisch teil.
Bei den parallel laufenden Verhandlungen nahmen die beiden Verhandlungsteams die Aktion unmittelbar in ihrem zum Parkplatz angrenzenden Raum wahr. So versammelten sich zeitweise sowohl die dort anwesenden Arbeitnehmervertreter als auch die Arbeitgeberseite am Fenster.
Die anwesenden Kolleginnen und Kollegen fordern lautstark: „Wir erwarten, dass der Arbeitgeber konstruktiv an Lösungen mitwirkt und dem Verhandlungsteam nicht nur Ablehnung entgegenbringt.“… und „Stoppt die Verlagerung!“
Doch leider brachte der Arbeitgeber in der Verhandlung am 20. Januar 2026 nichts neues zum Kernthema - dem Zeitpunkt der Verlagerungen - ein. Die anwesenden Betriebsräte pausierten daraufhin die Verhandlung, um sich intern weiter zu beraten.
Die Gespräche werden wie geplant am 21. Januar 2026 am Nachmittag fortgesetzt. Die Arbeitnehmervertreter fordern, dass der Arbeitgeber seinerseits endlich Bewegung in das Kernthema mit in die Verhandlungen bringt. Zunächst gilt es mit der Arbeitgeberseite zu klären, ob es im zentralen Streitpunkt Bewegung gibt.